Der Koloss von Rügen KdF-Bau und der Strand von Prora

KdF Prora

Als architektonischer Auswuchs von Hitlers idealistischem Ferienkonzept auf 4,5 km gleichförmig in Stein gemeißelt, entstand der „Koloss von Rügen“ in gigantischem Ausmaß für 20.000 Menschen hinter den Dünen des Seebades Prora. Aufgrund des Kriegsbeginns unvollendet, später als NVA-Erholungsheim wiederbelebt und nach einem kurzen Einzug der Bundeswehr verwaist, versucht man heute, dem bizarren „Kraft-durch-Freude“-Komplex aus der NS-Zeit als Museumsmeile einen neuen Anputz zu verleihen. Denn im Schatten der Vergangenheit scheinen die tristen fünfstöckigen Betonblöcke unvereinbar mit der Schönheit der Insel Rügen, die sich ringsum im satten Grünen des Küstenwaldes und tiefen Blau der dahinter liegenden Ostsee von ihrer reizvollsten Seite zeigt. Wer sich dennoch hineinwagt, erhält in den zahlreichen Ausstellungen lohnende Einblicke in die Vergangenheit dieser illusionären Anlage.

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